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Juwel des Monats  

"Unsere größten Ängste sind die Drachen, die unsere tiefsten Schätze bewahren"

R. M. Rilke

 

 

  

  

Natürliche Selbstheilungsprozesse:  Emotionen 

 

Unser menschliches System hat die Fähigkeit, nach Stresssituationen und Verletzungen jeglicher Art Selbstheilungsprozesse in Gang zu setzen. Meist ist uns gar nicht bewusst, dass dies natürliche Selbstheilungsprozesse sind. Die folgende Aufstellung gibt einen Überblick über die Gefühle und die entsprechenden Emotionen, also Selbstheilungsprozesse, dazu:

 

Traurigkeit:        Weinen, Schluchzen

starke Angst:      kalter Schweiß, Zittern, Zähneklappern, Harndrang

leichte Angst:     Lachen, kalter Schweiß

heftiger Ärger:    heftige Bewegungen, ärgerliche Äußerungen

leichter Ärger:     Lachen, warmer Schweiß

Langeweile:        Lachen, lebhaftes Reden oder widerstrebendes Reden

körperliche Beschwerden und Spannungen:  Gähnen, Strecken, Kratzen

 

Weinen ist also nicht der Ausdruck von Traurigkeit oder Schmerz, sondern der entsprechende Heilungsprozess dazu. Dieser kann ungehindert stattfinden, wenn der verletzte Mensch zeitnah ein Gegenüber hat, das ihm oder ihr liebevolle Aufmerksamkeit, Nähe, Sicherheit und Vertrauen gibt. Ist der Prozess vollständig durchlaufen, ist die verletzende Situation aufgelöst und die Person wieder ganz und gar in der Gegenwart präsent und zurück in ihrer Lebensfreude und Gelassenheit. Abhängig von der Intensität und Dauer der verletzenden Situationen, braucht der Heilungsprozess entsprechend länger oder verläuft in Phasen. 

Ist in dem Moment keine Person gegenwärtig oder wird der Prozess unterbrochen, werden alle Aspekte und Gefühle zu der verletzenden Situation sozusagen aufgezeichnet und gespeichert und führen zu entsprechenden Glaubens- und Verhaltensmustern und (Vor-) Urteilen. Tritt zu einem späteren Zeitpunkt ein ähnlicher Aspekt im Außen auf, werden die verdrängten Gefühle wieder ausgelöst. Dies ist jedes Mal eine Chance, alte Verletzungen zu heilen und sich von alten Verhaltensmustern zu befreien.

Je sicherer deine Lebensumstände sind (du hast genügend Nahrung, eine Unterkunft und dein Leben ist nicht durch z. B. Krieg bedroht), desto größer ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass lange unterdrückte Gefühle leichter an die Oberfläche kommen und aufgelöst werden wollen.

   

Gefühle und Verstand

Deinen Verstand erkennst du daran, dass er diskutiert, argumentiert, abwägt, einsortiert, vergleicht, beurteilt, das Für und Wider sieht und Altes heranzieht, um es ins Hier und Jetzt oder in die Zukunft zu projizieren. Mit Gefühlen kann er jedoch nichts anfangen und ist damit eine große Bremse bei all deinen möglichen Selbstheilungsprozessen. Je mehr du ihn in deinen inneren Abläufen erkennst, desto weniger kann er sich einmischen. 

 

Und jetzt?

Vielleicht bist du neugierig geworden und möchtest dich aus einer höheren Perspektive, aus der Sicht deiner Seele betrachten. Du bist nicht dein Verstand! Du bist nicht deine Emotionen! Aber wenn du erkennst, wer in welchen Situationen dein Leben bestimmt, kannst du es verändern und deine natürlichen Selbstheilungsprozesse bewusst zulassen. Dadurch befreist du dich von alten Mustern, wirst authentischer und erfährst mehr Freude in deinem Leben - deinem Erdentanz. 

 

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