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Juwel des Monats  

"Unsere größten Ängste sind die Drachen, die unsere tiefsten Schätze bewahren"

R. M. Rilke

 

 

  

Wut

Veröffentlicht am 29.06.2014

Den meisten von uns fällt es sehr schwer, mit dem Thema Wut umzugehen. Wenn wir uns umschauen, sehen wir meistens einen Ausdruck von Wut, mit dem wir nichts zu tun haben wollen, weil er mit Gewalt und Verletzung anderer zu tun hat.

Außerdem bewerten wir Wut oft als etwas Primitives und in spirituellen Kreisen als Zeichen einer gewissen Rückständigkeit oder als negative Energie, die man nicht fördern bzw. nähren sollte. In unserer Kultur bekommen wütende Frauen schnell den Stempel der Unzurechnungsfähigkeit aufgedrückt und wütende Männer gelten als gefährlich und aggressiv.

Wenn wir einmal all diese Bewertungen beiseite lassen, dann ist Wut einfach eine kraftvolle Energie, die in einer Verletzung ihren Ursprung hat und jetzt über den Körper entlassen werden will.

Man kann lernen, die Wut zu kanalisieren und z. B. an einem gut gepolsterten Kissen auszulassen. Wenn du Mutter oder Vater bist, kannst du auch deine Kinder einladen, ihre Wut zunächst an einem Kissen auszutoben. Kinder nehmen dieses entlastende Mittel oft leichter an als Erwachsene, die wir erst mal mit unseren Peinlichkeitsgefühlen konfrontiert werden. Ich kenne einige Familien, die solch ein 'Wutkissen' erfolgreich in ihren Alltag integriert haben. Du musst dann allerdings damit rechnen, dass dein Kind auch deine Wut schneller erkennt und dir vielleicht sagt: "Mama, die Wut muss raus!"

Die Schicht unter jeder Wut ist immer die Angst. Dieses Wissen kann manchmal sehr hilfreich sein, wenn wir wütenden Menschen begegnen und uns bewusst machen können, dass dieser Mensch vor allen Dingen Angst hat. Auch unsere eigene Wut können wir manchmal besser annehmen, wenn wir die Angst dahinter erahnen.

 

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